Vermindertes Selbstwertgefühl

Zu den vielen klassischen Anzeichen einer Depression zählt neben der gedrückten Stimmung oder aber den Schuldgefühlen natürlich auch das verminderte Selbstwertgefühl.

Denn neben dem fehlenden Interesse und dem Verlust der Lebensfreude ist es immer wieder das verminderte Selbstwertgefühl, das Betroffenen den Alltag mit der Krankheit erheblich erschwert und das mit nicht selten fatalen Folgen. Denn vermindertes Selbstwertgefühl ist im Alltag ein nicht zu unterschätzendes Problem für alle Betroffenen wie auch deren Angehörigen.

Was versteht man unter einem verminderten Selbstwertgefühl?

Unter der Bezeichnung vermindertes Selbstwertgefühl (welches im Volksmund durchaus auch als geringes Selbstbewusstsein bezeichnet wird) versteht man eine negativ geprägte Selbsteinschätzung eines Menschen.

Klassische Anzeichen für das verminderte Selbstwertgefühl sind nur schwer zu benennen, da jeder Mensch seine persönlichen Stärken und Schwächen auf verschiedenste Art und Weisen zeigt. Jedoch kann ganz klar gesagt werden, dass ein negatives Selbstwertgefühl in den meisten Fällen von sehr eindeutigen Emotionen begleitet wird, welche somit als Anzeichen für ein vermindertes Selbstwertgefühl angesehen werden können.

    Anzeichen für negatives Selbstwertgefühl:

  • starke Selbstzweifel
  • das Gefühl niemals etwas richtig zu machen
  • das Gefühl dass andere ohnehin besser sind
  • das Gefühl dass man Anerkennung nicht verdient

Denn all diese Gedankengänge sind typisch für ein vermindertes Selbstwertgefühl. Darüber hinaus sind es aber auch noch viele weitere Gedanken und Emotionen, die das weniger ausgeprägte Selbstbewusstsein eines Menschen beeinflussen können.

Doch eines sollte man immer bedenken, ganz gleich, warum ein Mensch in seine eigenen Leistungen weniger Überzeugung steckt, als in die anderer, nicht immer ist ein geringes Selbstbewusstsein direkt ein Symptom der Depression!

Das mangelnde Selbstbewusstsein und die Depression

Erst wenn das verminderte Selbstwertgefühl krankhafte Ausmaße annimmt und der Betroffene in die eigenen Leistungen trotz besseren Wissens keine Überzeugung legen kann, dann ist das geringe Selbstbewusstsein womöglich ein Anzeichen für eine Depression.

An dieser Stelle möchten wir jedoch noch einmal ganz explizit darauf hinweisen, dass es sich hier um ein mögliches Anzeichen handelt. Das verminderte Selbstwertgefühl gilt als eines der am schwersten zu wertenden Anzeichen der Depression und das mit Recht. Denn selbst Therapeuten und Fachärzte könne nicht immer mit Bestimmtheit sagen, woran das mangelnde Selbstwertgefühl anknüpft.

Was tun bei verminderten Selbstwertgefühlen?

Frau mit taurigem Blick und besorgter Mann im HIntergrundBleibt letztlich die Frage, was Betroffene wie auch deren Angehörige tun können, wenn das verminderte Selbstwertgefühl als Teil der Symptomatik der Depression den Alltag immer unerträglicher für alle gestaltet.

Nun letztlich ist das verminderte Selbstbewusstsein eine jener sehr schwer beeinflussbaren Emotionen. Denn selbst aktive und positive Verstärkung einzelner Gefühle kann meist nur wenig Erfolg mit sich bringen. So also sollte man bei extrem vermindertem Selbstwertgefühl in jedem Fall einen Facharzt oder Therapeuten hinzuziehen und mit diesem gemeinsam das Problem besprechen und so eine mögliche Behandlung finden.

Denn gleich ob als Anzeichen für die Depression oder aber aus anderen Gründen, wirklich glücklich kann nur der sein, der weiß, was er kann und der mit einem gesunden Selbstwertgefühl durch das Leben gehen kann.

Wie kann man das Selbstwertgefühl verbessern?

Doch obgleich das verminderte Selbstwertgefühl als Anzeichen der Depression an sich, nicht mit einfachen Mitteln gemildert werden kann, so kann das Selbstwertgefühl an sich durchaus verbessert werden.

Denn jeder Mensch kann für sich entscheiden, ob er mit einer Situation die nicht zufriedenstellend ist leben will, oder aber diese Situation ändern will. So also kann man durchaus etwas am eigenen Selbstwertgefühl verbessern. Wichtig ist hierbei natürlich in erster Linie die sogenannte Selbstakzeptanz. Denn nur wer sich selbst akzeptiert, der wird letztlich ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen können.

Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, das eigene Selbstwertgefühl überhaupt erst zu entwickeln. In der Regel ist diese Entwicklung ein vollkommen natürlicher Lernprozess des Menschen, doch verschiedene Einflüsse im Alltag können dazu führen, dass dies nicht passiert und so ist es bei einem schlechten Selbstwertgefühl wichtig, nach und nach das eigene Selbstwertgefühl zu entwickeln und somit die Gesamtsituation zu verbessern.

    So verbesserst du dein Selbstwertgefühl

  • Sieh Probleme und Schwierigkeiten als potenziell lösbare Herausforderung an
  • Erinnere dich an das, was du gut kannst oder was du bereits erreicht hast
  • Versuche aus Fehlern zu lernen und sie künftig zu vermeiden
  • Versuche deine Stärken bewusst wahrzunehmen
  • Überbewerte deine Schwächen im Alltag nicht (man kann niemals alles können!)

Mit diesen einfachen und sicherlich auf den ersten Blick hin banal wirkenden Tipps für den Alltag lässt sich nach und nach das eigene Selbstwertgefühl verbessern und stärken. Man sieht, sich selbst zu akzeptieren und die eigenen Stärken niemals weniger zu beachten, als die eigenen Schwächen ist an sich gar nicht schwer.

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