Die Treffen der Selbsthilfegruppe

Die aktive Selbsthilfe und somit die Treffen der Selbsthilfegruppe ist in der heutigen Zeit längst eine der am meisten verbreiteten und nützlichsten Formen der Behandlung einer depressiven Störung.

Denn obgleich die Selbsthilfegruppe sicherlich nicht als alleinige Behandlungsform genutzt werden sollte, ist sie doch eine vorteilhafte Möglichkeit klassische Behandlungsformen zu unterstützen und so den Behandlungsverlauf einer Depression positiv zu beeinflussen.

So also sind es immer wieder die Treffen der Selbsthilfegruppe, die den Krankheitsverlauf der depressiven Störung positiv beeinflussen und so die Symptome der Depression, wie auch deren Auswirkung lindern, oder zumindest leichter erträglich machen können.

Wann und wo finden Treffen der Selbsthilfegruppe statt?

Grundsätzlich bietet die Selbsthilfegruppe somit eine reizvolle Form der Selbsthilfe bei depressiven Störungen. Doch um diese Möglichkeit der aktiven Selbsthilfe zu erreichen, ist es nötig, dass Selbsthilfegruppen sich regelmäßig treffen.

Wie oft genau eine Selbsthilfegruppe sich treffen sollte, nun das kann nicht pauschal gesagt werden. Zu häufige Treffen werden oftmals sehr schnell als unerträgliche Belastung angesehen. Zu seltene Treffen verhindern jedoch einen konstanten Aufbau des Vertrauens innerhalb der Gruppe. Experten raten aus diesem Grunde, die Treffen der Selbsthilfegruppe auf einen Zeitraum von einmal wöchentlich oder aber alle vierzehn Tage festzulegen.

Darüber hinaus ist es wichtig, die Treffen der Gruppe an einem Ort stattfinden zu lassen, der ein positives Ambiente bietet und vertrauliche Gespräche ermöglicht. Die richtige Wahl des Veranstaltungsortes der Treffen ist somit maßgeblich für den Erfolg der Gruppe entscheidend. Private Räumlichkeiten eigenen sich weniger, Räumlichkeiten, die neutral sind und dennoch ein gutes Ambiente bieten, könne hingegen durchaus die positive Entwicklung jedes einzelnen Gruppenmitglieds nachhaltig gewährleisten.

Was geschieht während der einzelnen Treffen der Gruppe?

Die Treffen der Selbsthilfegruppe stellen eine aktive Selbsthilfe dar. Denn allem vorn der Austausch mit ebenfalls Betroffenen ist es, der einem Erkranken durchaus dabei helfen kann mit der eigenen Krankheit ein wenig besser umgehen zu können.

Wichtig für diese aktive Selbsthilfe durch die Treffen der Selbsthilfegruppe ist dabei jedoch der Veranstaltungsort der Selbsthilfegruppe sowie das Verständnis für persönliche Probleme der Gruppenmitglieder. Denn nur wenn ein vertrauensvolles und positives Umfeld besteht, können Betroffene frei, und ohne Scham über ihre Gefühle, ihre Probleme und ihre Krankheit an sich sprechen.

    Inhalte und Themen der Treffen können sein:

  • Aktuelle Probleme und Empfindungen
  • Erfahrungen einzelner Gruppenmitglieder
  • Neuigkeiten und Fortschritte im Behandlungsverlauf
  • Pläne und Wünsche für die Zukunft der Mitglieder

So also ist es der Austausch mit anderen Betroffenen, der im Zentrum der einzelnen Treffen der Gruppe steht. Sich feste Pläne oder aber gar Diskussionsthemen für einzelne Treffen zu Recht zu legen ist somit vollkommen falsch. Ebenso sollte kein Mitglied immer von sich auf andere schließen und versuchen mit Ratschlägen die eine belehrende Note beinhalten zu helfen. Besser ist es, immer von sich selbst zu sprechen und so womöglich anderen Mitgliedern zu zeigen, wie man selbst mit gewissen Situationen umgegangen ist und sich so selbst geholfen hat.

Ebenso ist es wichtig bei einem Treffen über genau das zu sprechen, was in diesem Augenblick von Bedeutung ist und dabei gezielt aktuelle Krisen in den Fokus des Treffens zu stellen. Denn letztlich soll die Gemeinschaft der Gruppe aktuelle Themen, Wünsche und Gefühle behandeln und nicht gedanklich zu weit in der Vergangenheit oder aber in der Zukunft feststecken. Aktuelle Themen, wichtige Veränderungen und akute Probleme sollten somit immer im Zentrum der Gruppe stehen, um so Lösungen für Probleme zu finden und die aktuelle Gesamtsituation zu verbessern.

Was können die regelmäßigen Treffen nicht ermöglichen?

Obwohl die regelmäßigen Treffen der Selbsthilfegruppe in jedem Fall viele Vorteile mit sich bringen und die Depression aufgrund von Verständnis und Erfahrungsaustausch für den Betroffenen erträglicher machen könne, kann eine Selbsthilfegruppe niemals die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

So also sollte man nicht versuchen, die Erkrankung mithilfe der Selbsthilfegruppe alleine zu therapieren. Wichtig ist immer, dass ein Arzt die Symptome und Formen der Depression diagnostiziert und die Behandlung einleitet. Zu denken dass die Gruppe alleine die Heilung darstellen könnte ist vollkommen falsch und sollten auch Gruppen neue Mitglieder immer auf diese Tatsache hinweisen und so den Weg zu einer kompakten und fachlich korrekten Behandlung der depressiven Störung anstoßen.

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