Depression – bin ich wirklich krank?

Die depressive Störung ist eine Erkrankung, die leider immer wieder aufgrund von Intoleranz und Irrglauben als eingebildete Krankheit angesehen wird.

Denn viele Menschen denken noch heute, dass die „Volkskrankheit Depression“ nichts anders ist als eine schmeichelhafte Umschreibung für einen eingebildeten Krankheitszustand. Doch genau so ist es nicht!

Die Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die weder etwas mit Einbildung noch etwas mit Faulheit oder Ignoranz zu tun hat. Denn die Depression ist eine Erkrankung, die in jedem Fall behandelt werden muss und die viel Verständnis von Angehörigen erfordert.

Die Unsicherheit vor der Diagnose Depression

Oftmals ist es so, dass Betroffene zunächst einen langen Leidensweg ertragen müssen. Die Vermutung, dass etwas nicht stimmt, tritt oftmals sehr früh ein und dennoch ist der Weg hin zum Arzt und somit der schritt auf die Diagnose Depression zu ein langer und beschwerlicher.

Wir leben in einer Welt, in der Depressionen nach wie vor gerne als „eingebildete Probleme“ angesehen werden. Viel zu schnell wird die Problematik Depression heruntergespielt oder aber (in manchen Fällen noch weit schlimmer) die Depression wird als modernes Schlagwort für schlichte Verstimmungen herangezogen.

Letztlich ist es jedoch für viele Betroffene so, dass die Unsicherheit mit jeder Woche zunimmt. Man fühlt, dass etwas nicht stimmt, fragt sich, was mit einem los ist und nach und nach keimt dann der Verdacht auf eine Depression und ist das passiert, stellen sich viele Betroffene die Frage „Bin ich wirklich krank?“ Diese Frage kann der erste Schritt hin, zur Lösung des Problems sein. Denn immer dann, wenn man sich bewusst wird, dass etwas nicht stimmt, kann man den Problemen auf den Grund gehen und diese lösen.

Die lange Suche nach Hilfe und Verständnis

Es ist eben jener Zeitpunkt, im Leben der Betroffenen, in dem die lange Suche nach Hilfe und Verständnis im persönlichen Umfeld beginnt. Die wenigsten Betroffenen suchen schon direkt nach wenigen Tagen einen Arzt auf. Oftmals braucht es seine Zeit bis Mut und nicht selten die Verzweiflung derart angewachsen sind, dass der Gang zum Arzt unausweichlich wird.

Nun zu behaupten, dass es falsch wäre, lange zu warten und mit den eigenen Unsicherheiten zu hadern, ist sicherlich nicht passend. Fakt ist, viele Menschen brauchen ihre Zeit um sich zunächst einmal selbst eingestehen zu können, dass etwas nicht stimmt. Diese Zeit ist wichtig und richtig. Denn nur wer selbst für sich erkannt hat, dass etwas nicht stimmt, ist bereit für den ersten Schritt hin zur Heilung und so gibt es die klassischen Unsicherheiten, die im Vorfeld der Diagnose immer wieder den Alltag von Betroffenen erschweren.

    Häufige Unsicherheiten sind:

  • Bin ich wirklich krank?
  • Darf ich überhaupt über das was ich fühle sprechen?
  • Wem sollte ich mich anvertrauen?
  • Wann ist es nötig einen Arzt aufzusuchen?
  • Wird der Arzt mich und meine Beschwerden überhaupt ernst nehmen?

Doch obgleich diese und viele weitere Faktoren, Fragen und Unsicherheiten den Weg zum Facharzt sicherlich erschweren mögen, es ist wichtig, sich diesen Fragen zunächst einmal zu stellen. Dies kann man alleine für sich, oder aber mit vertrauensvollen Personen aus dem persönlichen Umfeld tun. Wichtig ist hierbei einzig und allein für sich selbst festzustellen, ob man sich nur ein wenig verstimmt fühlt, oder aber ob etwas Größeres vorliegt und somit womöglich eine Depression der Grund für all die vielen Anzeichen und Probleme darstellen könnte.

Krank ist wer sich krank fühlt!

Somit ist es also nicht von Bedeutung, wie lange es braucht, bist ein Mensch sich selbst eingestehen kann, dass etwas nicht stimmt. Krank ist, wer sich krank fühlt und wer sich beständig antriebslos und matt fühlt, der ist nicht faul, sondern womöglich an einer Depression erkrankt.

Unser Ratschlag für alle Menschen die diese Webseite besuchen um Informationen finden ist somit sehr eindeutig. Lassen sie sich nicht einreden, dass sie sich etwas einbilden oder aber übertreiben. Wenn sie sich krank fühlen, dann gehen sie zu einem Arzt dem Sie vertrauen und teilen sie ihm mit was sie fühlen oder befürchten. So werden sie nicht nur womöglich dringend benötigte Hilfe finden, nein sie erhalten allem voran endlich Klarheit und somit die Gewissheit, ob sie wirklich an einer Depression leiden und somit krank sind.

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