Die agitierte Depression

Innere Unruhe, gedrückte Stimmung, Schuldgefühle und Angst. All dies sind Emotionen, die ebenso zur menschlichen Psyche gehören, wie es Freude, Liebe, Wut, Trauer oder aber Glück tun.

Denn letztlich sind es doch die vielen verschiedenen Emotionen die unseren Alltag, wie auch uns selbst so besonders und individuell machen. Doch was wenn die eigene innere Unruhe beständig und dominant wird?

Was wenn wir uns durch gedrückte Stimmung, Ängste oder aber gar Schuldgefühle gehetzt und verfolgt fühlen und selbst nachts nicht zur Ruhe kommen? Nun dann kann es sein, dass eine agitierte Depression vorliegt und unser seelisches Gleichgewicht aus der Balance gekommen ist.

Was ist eine agitierte Depression?

Die Bezeichnung agitierte Depression bezieht sich auf das lateinische Wort agere, welches für handeln, treiben, führen, forttreiben oder aber etwas tun steht.

Spricht man von Agitiertheit oder aber auch agitierte dann wandelt sich die Bedeutung dieses lateinischen Begriffs jedoch ins Negative und dann ist damit gemeint, dass wir ruhelos sind, ständig etwas tun müssen und niemals zur Ruhe kommen. Spricht man also von einer agitierten Depression, dann spricht man davon, dass ein ruheloser Zustand auf Ängste, Unzufriedenheit und eine klassisch depressive Stimmung trifft und so in der Gesamtheit das Bild der klassischen agitierten Depression entsteht.

Betrachtet man diese grundsätzliche Definition der agitierten Depression, erkennt man schnell, dass es sich bei dieser Depression um eine ganz besondere Form einer depressiven Störung handelt und es somit natürlich für die agitierte Depression spezifische, jedoch meist auch sehr schwer deutbare, Symptome gibt.

Die Symptome einer agitierten Depression

Widmen wir uns also den Symptomen einer agitierten Depression. Wie erkennt man also die agitierte Depression? Nun grundsätzlich ist es für einen Laien immer wieder sehr schwer, eine agitierte Depression zu erkennen.

Denn neben den klassischen Symptomen einer Depression weißt die agitierte Depression immer wieder Symptome auf, die an sich alleine kaum auf diese besondere Form der depressiven Störung hinweisen.

Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass die folgenden Symptome durchaus in Kombination und bei vermehrtem Auftreten auf eine agitierte Depression hinweisen können:

An dieser Stelle möchten wir jedoch explizit darauf hinweisen, dass die hier angeführten Symptome nicht immer auf eine agitierte Depression hinweisen. Oftmals sind Augenblicke der inneren Unruhe ein absolut normales Empfinden und somit kein eindeutiges Anzeichen einer agitierte Depression. Bei Verdacht auf eine agitierte Depression sollte also immer ein Facharzt aufgesucht werden, um die möglichen Symptome überprüfen und gegebenenfalls die agitierte Depression diagnostizieren zu lassen!

Die Ursachen der agitierten Depression

Ähnlich unregelmäßig sind im Zuge einer agitierten Depression auch die Ursachen der depressiven Störung. Denn ähnlich den Symptomen dieser depressiven Störung liegen auch die Ursachen für eine agitierte Depression oftmals in sehr persönlichen Bereichen.

    mögliche Ursachen der agitierten Depression:

  • Stress
  • Verluste
  • Ängste
  • soziale Probleme
  • Überforderung

Beruflicher Stress, Verluste oder aber eine nach und nach zunehmende Depression können neben vielen weiteren Gründen als Ursache für eine agitierte Depression betrachtet werden und ist letztlich die Erforschung der Ursache einer agitierte Depression zwingend erforderlich um diese besondere Form der Depression nachhaltig und zielführend behandeln zu können.

Behandlungsmöglichkeiten bei agitierter Depression

Es ist also durchaus so, dass vor einer erfolgreichen Behandlung in jedem Fall Ursachen und Symptome von einem Facharzt abgeklärt werden müssen. Ist dies jedoch getan, gibt es in der heutigen Zeit durchaus sehr erfolgsversprechende Behandlungsansätze um eine agitierte Depression behandeln zu können.

Neben den klassischen Therapien und Gesprächstherapien können zur Behandlung einer agitierten Depression auch Selbsthilfegruppen genutzt werden. Letztlich ist eine agitierte Depression also in keinem Fall eine Erkrankung, mit der ein Patient sein Leben lang umzugehen lernen muss.

Einmal diagnostiziert kann die agitierte Depression in jedem Fall behandelt werden und dürfen Betroffene wie auch Angehörige eines an einer agitierten Depression Erkrankten so durchaus optimistisch in die Zukunft blicken.

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